Die kanarischen Inseln – Insidertipps

Die kanarischen Inseln – Tipps für deine Reise

Wer die kanarischen Inseln vor der westafrikanischen Küste einmal fern üblicher Touristenorte oder Sehenswürdigkeiten entdecken möchte, findet hier die passenden Insidertipps für Teneriffa, Gran Canaria und Co.

Insidertipps für die Kanaren

Die sieben Hauptinseln der Kanaren sind beliebte Reiseziele von europäischen und internationalen Urlaubern. Und jede der Inseln ist nicht nur eine ganz eigene Schönheit zwischen Strand und Vulkanlandschaft, sondern bietet auch verschiedene Geheimtipps, die längst nicht jeder Urlauber kennt und besucht. Sie sind also ideal, um die kanarischen Inseln aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen.

Teneriffa

Teneriffa-Kanarische Insel-Spain

1. Playa de Benijo und Lorbeerwald im Anaga-Gebirge

Der Playa de Benijo ist der nördlichste Naturstrand der Insel. Über eine Serpentinen-Straße von Santa Cruz gelangt man zu dem idyllischen Küstenabschnitt. Hinter einem kleinen Fischrestaurant führt eine Treppe zum Strand hinunter. Auf dem Weg zum Playa de Benijo sollte man unbedingt im Lorbeerwald des Anaga-Gebirges Halt machen – was für ein wunderbarer Duft! Wer möchte kann im Anaga-Gebirge auch herrliche Wanderungen unternehmen und im vulkanischen Badebecken in Punta del Hidalgo abtauchen.

2. La Laguna – ehemalige Hauptstadt von Teneriffa

San Cristóbal de La Laguna war in 1723 die Hauptstadt der Insel. Heute ist sie das nicht mehr, aber in jedem Fall die Kulturhauptstadt von Teneriffa. Historische Gebäude und romantische Gassen reihen sich hier aneinander, führen zur Universität, zum Bischofssitz und zum Rathaus an der Plaza del Adelantado oder zum Wochenmarkt auf dem Plaza del Cristo. Allein das Treiben der Stadt zu erleben, ist eine Fahrt wert.

3. Punta de Teno – der westlichste Punkt Teneriffas

Wenn man von Buenavista del Norte auf die Halbinsel Punta de Teno fährt, erreicht man den westlichsten Punkt der Insel. Tagsüber kann man hier beim Schnorcheln bunte Fische beobachten, zum Abend hin genießt man den Sonnenuntergang am Leuchtturm mit Blick auf die Nachbarinsel La Gomera.

Fuerteventura

1. Dünenpark Corralejo und die Vulkaninsel Los Lobos

Im Norden der Insel findet man gleich zwei eindrucksvolle Landschaften von Fuerteventura: Den Dünenpark bei Corralejo und die Vulkaninsel Los Lobos. Über markierte Wege kann man den Dünenpark erkunden oder mit dem Boot von der Wasserseite aus entdecken. Dann kann man auch gleich einen Abstecher zur Vulkaninsel machen, die eine paradiesische Pflanzenwelt beherbergt.

2. Morro Jable und Playa de Cofete

Morro Jable ist eine der schönsten Ortschaften auf der südlichen Halbinsel Jandía. Vor allem in den Gassen der Altstadt, abseits des Touristenstroms, kann man heimische Tapas in Ruhe genießen. Anschließend lohnt sich eine Fahrt über die Halbinsel zum Playa de Cofete – ein elf Kilometer langer Sandstrand. In der Hochsaison verirren sich nur wenige Touristen an diesen Strand, weil die Strömung sehr stark ist. Dennoch lohnt sich ein Besuch. Wer etwas am Strand entlang wandert, entdeckt schnell die Villa Winter, des einstigen deutschen Militäringenieurs Gustav Winter. Wer einen kleinen Obolus bereithält, darf sogar einen Blick ins Hausinnere werfen.

Gran Canaria

1. Puerto de Mogán

Das Dorf im Südwesten der Insel ist zwar nicht ein Garant für einsame Strandtage, aber unbedingt einen Besuch wert. Liebevoll restaurierte Häuschen, schmale Gassen, mit Blumen überwucherte Steinbögen und viele Brücken – kein Wunder, dass Puerto de Mogán als „kleines Venedig“ der Kanaren bezeichnet wird. Hier kann man schlendern und träumen.

2. Aussicht vom Pico de Bandama

Der Pico de Bandama befindet sich im Norden von Gran Canaria, unmittelbar über der Inselhauptstadt Las Palmas. Wer den 569 m hohen Berggipfel erklimmt, hat einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt und den Caldear de Bandama – einen riesigen Vulkankrater, der an heißere Zeiten auf der Insel erinnert.

3. Das Wasserstädtchen Firgas

Firgas ist nur eine kleine Gemeinde mit gerade einmal 7.500 Einwohnern. Doch die zahlreichen Brunnen und bunten Steinfliesen locken viele Besucher in den Ort. Beim Schlendern durch die Straßen hört man es fast überall plätschern – natürlich vor allem entlang der Wasserstraße „Paseo de Gran Canaria“.

Lanzarote

1. Yaiza im Nationalpark Timanfaya

Der Ort Yaiza befindet sich im berühmten Nationalpark Timanfaya auf der Insel Lanzarote. Beeindruckend sind hier nicht nur die über 180 verschiedenen Pflanzensorten, sondern auch die 100 Feuerberge – die Montanas del Fuego. Sie sorgten einst dafür, dass ein Viertel der Insel mit Lava überdeckt war und einige Bereiche heute einer rauen Mondlandschaft gleichen. Mit der leuchtend roten Farbe sind die Feuerberge ein faszinierender Anblick zwischen schwarzem Vulkanboden und blauem Himmel.

2. Jameos del Agua

In einer Höhle zu schwimmen, ist nicht sehr ungewöhnlich. Gleichzeitig aber auch im Restaurant speisen oder Konzerten zuhören zu können, ist wahrlich ein Highlight. Die vom Künstler César Manrique kreierten Wasserhöhlen am Punta Usaje im Norden der Insel bergen ein wunderbares Zusammenspiel aus Musik, Pflanzen, Licht und Wasser. Das Schwimmbecken „Jameo Grande“ sorgt mit seinem kristallklaren Wasser für Karibikflair.

La Palma

1. Urwald und Wasserfall

Los Tilos eignet sich für eine kurze Wanderung durch eine magisch wirkende Urwaldschlucht mit einem künstlichen und einem natürlichen Wasserfall. Die Wanderung startet am Besucherzentrum und führt durch das Flussbett. Vorsicht also vor rutschigen Steinen und Kletterpartien. Der Weg durch die mystisch wirkende Natur lohnt sich aber.

2. Los Llanos und Mirador El Time

Los Llanos liegt an der Westseite der Insel und gilt als inoffizielle Hauptstadt von La Palma. Im historischen Stadtkern treffen alte und moderne Architektur aufeinander, man schlendert entlang kleiner Boutiquen und erlebt das bunte Treiben am Plaza de Espana. Nutzt man Los Llanos als Ausgangspunkt für Wanderungen, empfiehlt sich der Aufstieg zum Mirador El Time, der einen wunderbaren Blick über die Stadt gewährt.

La Gomera

1. Ein Abend am Strand von Valle Gran Rey

Der Ort Valle Gran Rey hat sich zu einem beliebten Urlaubsziel auf La Gomera entwickelt, seit immer mehr Touristen die Abgeschiedenheit der Insel kennen und schätzen gelernt haben. Dennoch ist es hier deutlich ruhiger als auf den übrigen kanarischen Inseln. Abends sollte man sich unbedingt an die Strandpromenade begeben, denn nicht selten spielen die Hippies und Aussteiger, die auf La Gomera eine neue Heimat gefunden haben, auf ihren Bongos und Gitarren am Strand. Es entsteht eine herrlich entspannte Stimmung, von der man sich gerne einnehmen lässt. Einfach hinsetzen und den magischen Sonnenuntergang genießen.

2. Wandern auf La Gomera

Aufgrund ihrer schönen Natur und der abwechslungsreichen Landschaften ist La Gomera besonders bei Aktiv- und Wanderurlaubern beliebt. Aber wo soll es hingehen? Auf jeden Fall zu den mystischen Quellen „Chorros de Epina“, die der Geschichte nach „ewige Liebe“ und „Kindersegen“ versprechen. Alternativ gibt es rund 80 Wanderwege im Nationalpark Garajanoy – vorbei an moosbewachsenen Lorbeerbäumen, durch Schluchten und zu schönen Aussichtspunkten. Der Weg von Hermigua über San Juan bis El Credo ist sehr beliebt und empfehlenswert. Er dauert allerdings acht Stunden. Weitere Orte, die es zu entdecken gibt, sind das Dorf Parque Rural, der Tafelberg La Fortaleza und den Mirador del Sando. Ein toller Ausblick ist immer garantiert!

El Hierro

1. Baden am Playa de Verodal

Es gibt nicht viele Sandstrände auf der Vulkaninsel El Hierro. Umso schöner ist es, dass der Playa de Verodal trotz Sand wenige Besucher zählt. Dicht gedrängt an steile Felswände sorgt der Strand mit seinem rötlich-schwarzen Sand vor dem strahlend blauen Meer für eine tolle Kulisse. Beim Baden sollte man etwas vorsichtig sein, denn die Strömung ist sehr stark.

2. Tauchen und Genießen in La Restinga

La Restinga ist eine der südlichsten Gemeinden auf El Hierro und ist wie viele andere Ortschaften deutlich von den Lavaströmen der Vergangenheit gezeichnet – auch unter Wasser. So machen die zahlreichen Grotten und Schluchten La Restinga zum beliebten Tauchspot. Anschließend kann man nicht nur in den Restaurants leckere Speisen genießen, sondern auch das Treiben rund um den Hafen und die Promenade.

Kleiner Extratipp: Im zwei Kilometer entfernten Tacorón befindet sich die Cueva del Diabolo, die Teufelshöhle, die mit faszinierenden Farbschattierungen begeistert.

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